Millionen Haushalte bezahlen deutlich mehr für Strom – wenn Sie keinen günstigen Tarif wählen
Für viele Millionen Stromkunden beginnt das neue Jahr mit höheren Preisen. Zahlreiche Versorger heben zum 1. Januar 2010 ihre Preise an, selbst die Tarife für Ökostrom (z.B. bei Lichtblick) oder Sondertarife (beispielsweise bei Energie Baden-Württemberg) oder Langzeit-Angebote (wie von Eprimo, einer RWE-Tochter) werden erhöht. Weitere Versorger folgen zum 1. Februar 2010. So haben beispielsweise die swb in Bremen sowie die Stadtwerke in Pforzheim, Münster und Solingen bereits Preiserhöhungen für Haushaltskunden angekündigt. „Strom kann deutlich billiger sein“, sagt hingegen Robert Mundt, der Vorstandsvorsitzender der konzernunabhängigen FlexStrom AG. „Die Kunden müssen den Konzernen und Stadtwerken nur klarmachen, dass sie sich bei Preiserhöhungen für alternative günstige Angebote entscheiden.“ Nur so kommt in Deutschland der Wettbewerb auf dem Strommarkt in Gang – „und damit steigt die Chance, dass Strom in Deutschland auf Dauer bezahlbar bleibt“, so Mundt. Politiker aus Regierung und Opposition sowie Verbraucherschützer rufen deshalb stärker denn je die Stromkunden auf, Wechselmöglichkeiten zu nutzen.
Zu Jahresbeginn haben unter anderem die Versorger Vattenfall, EWE, entega und Energie Baden-Württemberg (EnBW) einen Anstieg ihrer Strompreise angekündigt. Auch zahlreiche Stadtwerke erhöhen ihren Grundversorgungstarif: So werden die Stromkunden in Leipzig, Tübingen, Erlangen, Duisburg, Bonn, Leverkusen, Kassel, Wolfsburg und Rostock stärker zur Kasse gebeten – wenn sie sich nicht für einen günstigeren Stromtarif entscheiden. Die RWE-Tochter Eprimo erhöht in ihrem Grundversorgungsgebiet den Strompreis bei Langzeitverträgen sogar um rund 10 Prozent. Auch Ökostrom-Anbieter wie Lichtblick, Greenpeace Energy und die Elektrizitätswerke Schönau haben zum Jahreswechsel einen Preisanstieg angekündigt.
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